Regionalbudget

Regionalbudget Allianz Main & Haßberge

Förderung von Kleinprojekten ab dem Jahr 2020

Projektstatus
Laufend
Schlagwörter
Förderprogramm, Kleinprojekte, Ländliche Entwicklung

Über das Regionalbudget

Die Allianz Main & Haßberge hat sich im Jahr 2020 erstmals erfolgreich um ein Regionalbudget beworben, welches vom Amt für Ländliche Entwicklung gefördert wird. Mit insgesamt 100.000 Euro können damit im Jahr 2020 Kleinprojekte in den Kommunen Gädheim, Theres, Wonfurt, Haßfurt und Königsberg gefördert werden. Durch die Förderung soll eine engagierte und aktive eigenverantwortliche ländliche Entwicklung unterstützt und die regionale Identität gestärkt werden. Es besteht die Möglichkeit, dass auch in den kommenden Jahren (bis einschließlich 2023)  das Regionalbudget in der Allianz Main & Haßberge angeboten werden kann. Dabei muss das Regionalbudget jährlich neu von der Allianz beantragt werden.

Die Fördergelder für das Regionalbudget stammen zu 90% aus dem Fördertopf des Amts für Ländliche Entwicklung Unterfranken, die restlichen 10% steuert die Allianz selbst bei.

Voraussetzungen für eine mögliche Förderung

Mit dem Regionalbudget können Kleinprojekte durchgeführt werden, die der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) dienen und im Gebiet der Allianz Main & Haßberge liegen.

Weiterhin ist zu beachten:

  • Mit der Umsetzung des Projekts darf erst nach der Förderzusage begonnen werden (der Abschluss eines der Ausführung zugrunde liegenden Liefer- und Leistungsvertrages ist dabei grundsätzlich als Beginn zu werten).
  • Das Projekt muss bis zum 01.10. des jeweiligen Jahres vollständig durchgeführt und abgerechnet worden sein.
  • Die förderfähigen Gesamtkosten (netto) des Projektes dürfen 20.000 € nicht übersteigen. Andernfalls kann das Projekt nicht mehr als Kleinprojekt gewertet werden.
  • Der Zuwendungsbedarf muss die Bagatellgrenze von 500 € überschreiten.

Was wird gefördert?

Förderfähig sind beispielsweise Kleinprojekte zur

  • Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements
  • Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene
  • Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
  • Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung
  • Umsetzung von dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen
  • Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung

Was wird nicht gefördert?

Nicht förderfähig sind:

  • Bau- und Erschließungsvorhaben in Neubau-, Gewerbe- und Industriegebieten
  • der Landankauf
  • Kauf von Tieren
  • Wirtschaftsförderung mit Ausnahme von Kleinstunternehmen der Grundversorgung
  • Planungsarbeiten, die gesetzlich vorgeschrieben sind
  • Leistungen der öffentlichen Verwaltung
  • laufender Betrieb
  • Unterhaltung
  • Ausgaben im Zusammenhang mit Plänen nach dem BauGB
  • Einzelbetriebliche Beratung
  • Personal- und Sachleistungen für die Durchführung eines Regionalmanagements
  • Personalleistungen

Wie sieht die Förderung aus?

Die Zuwendung wird als Zuschuss im Wege der Anteilfinanzierung gewährt. Die tatsächlich entstandenen Nettoausgaben (Bruttoausgaben abzüglich Umsatzsteuer, Skonti, Boni und Rabatte) werden mit bis zu 80 % bezuschusst,  jedoch mit maximal 10.000 €. Das Projekt muss durch den Antragsteller vorfinanziert werden.

Die gleichzeitige Inanspruchnahme von Zuwendungen aus anderen Förderprogrammen ist zulässig, soweit dies dort nicht ausgeschlossen ist. Eine zusätzliche Förderung über die FinR-LE oder die Dorferneuerungsrichtlinien zum Vollzug der Bayerischen Dorfentwicklungsprogramms (DorfR) ist nicht erlaubt. Ein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Die Zuwendung ist nicht auf Dritte übertragbar.

Zuwendungs- und antragsberechtigt sind

  • Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts
  • natürliche Personen und Personengesellschaften

Von der Förderanfrage bis zur Auswahl der Projekte

Sie haben eine Projektidee und möchten diese gerne über das Regionalbudget fördern lassen? Dann müssen Sie zunächst eine Förderanfrage bei uns einreichen. Hierfür werden jährlich Bewerbungsfristen festgelegt. Bitte beachten Sie: Die Bewerbungsphase für das Jahr 2020 ist bereits abgeschlossen, aktuell können keine weiteren Förderanfragen eingereicht werden.

Die Auswahl der Kleinprojekte erfolgt im Anschluss durch ein Entscheidungsgremium, das sich aus Vertretern regionaler Akteure zusammensetzt. Alle eingereichten Projektanträge werden auf Einhaltung der Fördervoraussetzungen geprüft und anhand festgelegter Auswahlkriterien bewertet. Aus der Bewertung aller Projekte entsteht die Reihenfolge der zu unterstützenden Projekte im Rahmen des zur Verfügung stehenden Regionalbudgets.

  • Beitrag zum ILEK -Handlungsfeld „Siedlungs-/ Innenentwicklung“
  • Beitrag zum ILEK -Handlungsfeld „Daseinsvorsorgefunktionen / Handel und Versorgung“
  • Beitrag zum ILEK -Handlungsfeld „Tourismus und Naherholung“
  • Beitrag zum ILEK -Handlungsfeld „Landwirtschaft / Kultur- und Naturlandschaft“
  • Beitrag zum ILEK -Handlungsfeld „Kommunale Kooperation“
  • Beitrag zum ILEK -Handlungsfeld „Vereine und Ehrenamt“
  • Bedeutung / Nutzen für das ILE-Gebiet
  • Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität
  • Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz
  • Grad der Gemeinnützigkeit

Aktueller Förderaufruf

Der Bewerbungszeitraum für das Regionalbudget im Jahr 2020 ist abgeschlossen. Wir informieren Sie rechtzeitig über einen eventuellen, neuen Förderaufruf für das Jahr 2021.

Bereits geförderte Projekte

Im Jahr 2020 werden folgende Projekte mit dem Regionalbudget gefördert

Für das Sport- und Kulturzentrum in Obertheres will die Gemeinde Theres neue Tische und Stühle anschaffen. Das Kulturzentrum soll zu einem Treffpunkt für die örtlichen Vereine und die Bevölkerung werden, außerdem sollen die neu ausgestatteten Räumlichkeiten für kulturelle Veranstaltungen, Feierlichkeiten und Jubiläen genutzt werden. Das Kulturzentrum wird von der Vereinsgemeinschaft Obertheres betrieben.

Die Gemeinde Theres reaktiviert eine zentrale Brachfläche im Ortskern von Obertheres. Auf einem Teil dieser Brachfläche soll nun ein Aktiv-Bereich für Jung und Alt entstehen. Im Rahmen dieses Projektes sollen altersübergreifende Outdoor-Fitnessgeräte angeschafft werden.

Der Köslauer Rennweg Brauer e.V. möchte der alten Brauerei im ehem. Rathaus von Köslau neues Leben einhauchen. Für die Reaktivierung der alten Brauerei soll unter anderem eine neuer Plattenkühler und eine Enthärtungsanlage angeschafft werden, für die Nutzung der Läuterstube muss eine Treppe eingebaut werden. Außerdem soll der Versammlungsraum im alten Rathaus mit einem neuen Bodenbelag ausgestattet werden. Die Brauerei und der Versammlungsraum im ehem. Rathaus sollen von den Einwohnern von Köslau sowie von den beiden Vereinen Köslauer Rennweg Brauer e.V. und OVV genutzt werden. Es sollen dort gesellschaftliche Veranstaltungen stattfinden, das dörfliche Zusammenleben soll gefördert werden.

Die Angelgemeinschaft Römershofen e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, das alte Brauhaus in Römershofen wieder mit Leben zu füllen. Das derzeit leerstehende Gebäude soll zu einem Zentrum der Dorfgemeinschaft werden, insbesondere für Jugendliche und Senioren. Da das Dach des Gebäudes derzeit in einem sehr schlechten Zustand ist, muss dieses im Rahmen des Projektes erneuert werden, da nur so das Gebäude erhalten werden kann. Außerdem soll im Gebäude ein Fußboden verlegt und neue Türen eingebaut werden.

Der Musikverein Untertheres e.V. möchte an der Mainlände in Untertheres eine Aussichts- und Picknickzone schaffen, welche von Einheimischen, Touristen und Tagesausflüglern genutzt werden kann. Damit soll zum einen ein attraktiver und lebendiger Treffpunkt der Generationen in direkter Altortnähe geschaffen werden, gleichzeitig soll der Main für die Bewohner und Besucher (MainRadweg, Kanu etc.) erlebbar gemacht werden. Im Rahmen des Projektes sollen verschiedene Möbelelemente für die Picknickzone angeschafft und aufgestellt werden, darunter eine Picknickbank und eine gestufte Aussichtsbank

.

Der 1. FC Hellingen möchte einen gebrauchten Wagen zum Versorgungswagen umbauen, sodass dieser bei Vereinsfesten und weiteren Veranstaltungen (z.B. Weihnachtsmarkt in Königsberg) zum Einsatz kommen kann. Um den Wagen für die Zwecke eines Versorgungswagens umbauen zu können, muss er vom 1. FC Hellingen innen ausgebaut werden. Hierfür müssen unter anderem ein Kühlschrank, Arbeitsplatten, eine Spülmaschine, Handwaschbecken und ein Warmwasserboiler angeschafft werden. Der Wagen soll vom Feuerwehr-, Angler-, Obst- und Gartenbau- sowie vom Sportverein genutzt werden.

Die Gemeinde Theres verfügt über ein gut erschlossenes Wander- und Flurwegenetz. Integriert in diesem Wegenetz ist u.a. der sog. „Bildstockführer“. In Zusammenarbeit mit dem Bayernkolleg haben Schülerinnen und Schüler Bildstöcke erfasst und die lateinischen Schriften übersetzt. Entstanden ist eine Wegekarte auf der die Bildstockführer mit den jeweiligen Beschreibungen abgelaufen werden können. Im Rahmen dieses Projektes will die Gemeinde Theres nun Ruhebänke entlang der Wege errichten. Die Ruhebänke schaffen die Möglichkeit, kleine Pausen einzulegen. Dies ist insbesondere auch für ältere Personen wichtig, die beispielsweise bei Spaziergängen immer wieder kleine Sitzpausen zur Erholung einlegen.

Die Gemeinde Theres möchte die Ortseingänge in den vier Ortsteilen Obertheres, Untertheres, Buch, Horhausen und Wagenhausen mit einheitlichen Willkommensschildern ausstatten. Die einheitlichen Ortseingangstafeln sollen zu einer gemeinsamen Außendarstellung der Gemeinde Theres beitragen und das Eigenbild/-image der Region stärken. Außerdem wird auf den Willkommensschildern auf Veranstaltungen und örtliche Feste der Vereine hingewiesen, wodurch auch das das ehrenamtliche Engagement unterstützt werden soll.

Die Zweckgemeinschaft Altershausen möchte, angrenzend an den bereits bestehenden Spielplatz in Altershausen, einen Bereich mit Outdoorfitnessgeräten errichten. Hierfür werden im Rahmen des Projektes Outdoorfitnessgeräte erworben und fest installiert. Mit dem Outdoorfitness-Parcours soll nicht-mobilen Einwohnern die Möglichkeit gegeben werden, Fitnesstrainingseinheiten auch außerhalb eines Fitnessstudios durchzuführen. Durch die Nähe zum Spielplatz soll außerdem eine Möglichkeit der „Generationenzusammenführungen“ von Jung und Alt geschaffen werden.

Der OGV Holzhausen möchte das Ortsbild von Horhausen aufwerten, indem drei Begrüßungs- bzw. Informationsschilder an den Ortseingängen angebracht werden. Auf den Schildern soll zudem auf Veranstaltungen, Vereinsfeste und das kulturelle Angebot hingewiesen werden. Damit soll auch das ehrenamtliche Engagement unterstützt werden.

Die Zweckgemeinschaft Junkersdorf baut im Rahmen des Projektes den Eingangsbereich des Vereinsheims in Junkersdorf barrierefrei um. Durch die Schaffung eines barrierefreien Zugangs soll zukünftig Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern ein einfacher und selbstständiger Zutritt zum Vereinsheim ermöglicht werden. Dadurch sollen ältere und bewegungseingeschränkte Menschen leichter am öffentlichen Leben teilhaben können. Außerdem sollen im Vereinsheim im Rahmen des Projektes neue Wärmeschutzfenster eingebaut werden, was zu Einsparungen im Energieverbrauch und damit zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen soll.

Die Pfarreiengemeinschaft Theres möchte im Rahmen des Projektes einen besinnlichen Rundweg durch die Gemeinde Gädheim schaffen. Menschen sollen auf dem Rundweg, der sie durch die Gemeinde Gädheim an zehn Stationen führt, neue Einsichten und Aussichten entdecken. Mit Hilfe eines Textheftes und Texttafeln werden Einwohner wie Gäste zum Sehen unter neuem Blickwinkel und zum Nachdenken animiert. Impulse, Texte und Gebete regen zum Nachdenken an. Zur Realisierung des Projektes müssen die Texthefte und Stationstafeln gestaltet und gedruckt sowie Aufstellboxen gekauft und installiert werden. Die Pfarreiengemeinschaft plant außerdem eine feierliche Eröffnung des Rundwegs.

In der Region der Allianz Main & Haßberge gibt es mehrere Aussichtspunkte, welche besondere Ausblicke in die Haßberge, den Steigerwald und in das Maintal eröffnen. Die Allianz Main & Haßberge möchte ausgewählte Aussichtspunkte in Gädheim, Theres, Wonfurt, Haßfurt und Königsberg aufwerten, indem diese mit Möbelelementen ausgestattet werden. Hierfür haben Schüler der Meisterschule für das Schreinereihandwerk Ebern bereits Möbelentwürfe erstellt. Mit den möblierten Aussichtspunkten sollen Einheimische, Besucher und Touristen eingeladen werden, an den Aussichtspunkten zu verweilen und die Ausblicke zu genießen. Die Außenmöbel sollen von lokalen Schreinereibetrieben gefertigt werden.

Der Feuerwehrverein Horhausen möchte den Dorfgemeinschaftsplatz Horhausen neu gestalten und als Treffpunkt für Jung und Alt aufwerten. Hierfür soll am Dorfgemeinschaftsplatz eine Volleyball-Netzanalage errichtet werden, außerdem sollen eine Boulebahn und Sitzgruppen angelegt werden. Mit der Gestaltung des Dorfgemeinschaftsplatzes soll ein attraktiver und lebendiger Treffpunkt in der Dorfmitte geschaffen werden.

 


Sie haben weitere Fragen zum Regionalbudget? Wir helfen gerne weiter!

Allianzmanagement – Allianz Main & Haßberge

Marlene Huschik
Rathausstraße 3
97531 Theres